Ich würde die Entscheidung vor allem davon abhängig machen, wie komplex der Nachlass ist und ob besondere Regelungen vorgesehen sind.
Ein eigenhändiges Testament kann grundsätzlich wirksam sein, muss dafür aber vollständig handschriftlich verfasst und korrekt unterschrieben werden.
Bei komplizierteren Vermögensverhältnissen finde ich ein
notarielles Testament interessanter, weil der Notar beraten, Formulierungsfehler vermeiden und die rechtliche Umsetzbarkeit der gewünschten Regelungen prüfen kann.
Ein weiterer Vorteil ist, dass das notarielle Testament amtlich verwahrt und beim Zentralen Testamentsregister registriert wird, sodass es im Erbfall zuverlässig aufgefunden werden kann.
Praktisch kann außerdem sein, dass ein notarielles Testament den Erben in vielen Fällen einen späteren Erbschein erspart und dadurch Zeit sowie zusätzliche Kosten vermieden werden können.
Die Notargebühren richten sich dabei nach dem Wert des Nachlasses und sind gesetzlich festgelegt.
Gerade wenn Immobilien, Gesellschaftsanteile, mehrere Erben oder besondere Verfügungen eine Rolle spielen, würde ich die professionelle Beratung deshalb stärker gewichten als die anfängliche Kostenersparnis eines selbst geschriebenen Testaments.
Bei einem sehr einfachen Nachlass kann ein korrekt verfasstes eigenhändiges Testament dagegen ebenfalls ausreichen, sofern die gesetzlichen Formvorschriften wirklich eingehalten werden.